Samsung Galaxy Tab S3: Erster Eindruck + Unboxing-Video

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Samsung Galaxy Tab S3 Tablet Unboxing

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Das Samsung Galaxy Tab S3 ist das neuste Tablet von Samsung, das sich durch sehr hochwertige Hardware, einem schlanken Design und vor allem den S-Pen Stylus von vielen Konkurrenten unterscheidet. Es ist gleichzeitig das erste Android-Tablet, das direkt mit Android 7.0 Nougat erscheint.

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 679 Euro (Link zum Angebot) ist es jedoch vergleichsweise teuer.

Ist dieser Preis gerechtfertigt? Ich beginne meinen Test mit meinen ersten Eindrücken und einem Unboxing-Video.

Design und Verarbeitung

Das Samsung Galaxy Tab S3 sieht ziemlich schick aus. Wie beim Vorgänger, dem Galaxy Tab S2 (Test), besteht der Rahmen aus Aluminium. Die Rückseite ist nun nicht mehr aus Kunststoff gefertigt, sondern aus einer Glasoberfläche. Von den Smartphones der Koreaner kennen wir das schon seit einer Weile. Ich finde das sieht durchaus gut aus, doch sieht man nun auch auf der Rückseite schnell Fingerabdrücke. Ein komplettes Metallgehäuse hätte mir besser gefallen.

Abgesehen davon ist die Verarbeitung sehr hochwertig. Man hat das Gefühl ein gut verarbeitetes und teures Tablet in den Händen zu halten – auch weil es mit 6mm sehr dünn ist.

Samsung Galaxy Tab S3 Design

In den Metallrahmen sind gleich vier Lautsprecher eingearbeitet, die zusammen mit AKG entwickelt wurden. Meinem ersten Eindruck nach sind die Lautsprecher ziemlich gut, besser als bei so manchem teuren Notebook. An den Seiten sind auch ein MicroSD-Kartenslot, ein USB Typ C Anschluss, der Einschaltknopf und die Lautstärkeregler untergebracht. Es gibt außerdem einen Anschluss für ein optionales Tastatur Cover.

Die Vorderseite des Galaxy Tab S3 ähnelt so ziemlich allen Tablets von Samsung. Über dem 9,7 Zoll großen Display sitzt eine 5 Megapixel Frontkamera und unter dem Touchscreen sind die drei typischen Android-Buttons untergebracht. In den Homebutton ist gleichzeitig ein Fingerabdruckleser integriert, das kennen wir schon vom Galaxy Tab S2. Auf der Rückseite ist eine 13 Megapixel Kamera mit einem LED-Blitz untergebracht.

Hardware und Display

Samsung Galaxy Tab S3

Mir haben die Super AMOLED-Displays der Koreaner schon immer sehr gefallen und auch das neue Panel des Galaxy Tab S3 ist gelungen. Es ist 9,7 Zoll groß, hat mit 2048 x 1536 weiterhin eine hohe Auflösung und sieht richtig gut aus. Die Blickwinkel sind ausgezeichnet, es ist sehr hell und gibt Farben schön gesättigt und mit einem starken Kontrast wieder. Wer möchte kann das Display in den Einstellungen etwas anpassen.

Unter dem Touchscreen sitzt ein Qualcomm Snapdragon 820 OctaCore-Prozessor. Hierbei handelt es sich nicht um den neusten Chipset, auch wenn die Performance sehr hoch ist. Kaum ein Hersteller spendiert seinen Tablets die stärksten Prozessoren, die sie in ihre Smartphones packen. Das ist etwas schade.

Doch wie gesagt, die Performance dürfte ziemlich gut sein. Der Snapdragon 820 besteht aus vier 2,1GHz Kernen und vier 1,6GHz Kernen, denen mit 4GB ziemlich viel Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Der interne Speicher ist mit 32GB gut, aber zu dem Preis nicht sonderlich groß bemessen. Wenigstens gibt es einen MicroSD-Kartenslot.

Software

Auf dem Galaxy Tab S3 läuft Android 7.0 Nougat. Schon lange werden Smartphones mit Nougat ausgeliefert, doch tatsächlich ist das S3 das erste Tablet, auf dem es direkt vorinstalliert ist. Auf Nougat hat Samsung wieder ihre eigene Oberfläche gelegt, bei der es im Vergleich zu den letzten Jahren einige kleine Änderungen beim Design und zusätzliche Funktionen gibt.

Letztendlich hat sich aber nicht viel geändert. Wer innerhalb der letzten zwei Jahre ein Tablet oder Smartphone von Samsung benutzt hat, wird sich sofort zurechtfinden. Mich stört etwas, dass Flipboard direkt in den Homescreen integriert ist. Doch das kann man in den Einstellungen ausschalten.

Neben einigen Apps von Samsung sind auch die Angebote von Google und Microsoft vorinstalliert. Abgesehen davon ist die Auswahl an vorinstallierten Apps ziemlich begrenzt. Das ist super! Die Oberfläche von Samsung wirkt dadurch nicht mehr so überladen, wie es noch vor einigen Jahren der Fall war.

S-Pen Stylus

Samsung Galaxy Tab S3 S-Pen

Den S-Pen Stift kennen wir schon seit dem ersten Galaxy Note und nach vielen Jahren hat Samsung sich beim Galaxy Tab S3 endlich wieder dazu entschieden einen solchen bei ihren HighEnd-Tablets mitzuliefern. Schön ist, dass der Stift deutlich dicker als bei den Galaxy Note Smartphones oder dem Samsung Galaxy Tab A 10.1 (Test) ist. Dadurch kann man ihn angenehmer auch für längere Zeit benutzen. Der Nachteil: Es ist kein Platz im Tablet um den Stylus unterzubringen, man muss ihn also separat transportieren.

Etwas schade ist, dass der S-Pen komplett aus Kunststoff gefertigt ist. Nur die Halterung besteht aus Metall. Dadurch fühlt sich der Stift nicht so hochwertig an wie der Surface Pen von Microsoft oder der Stylus des Huawei MateBook. Aber gut, man hat eben einen Kunststoffstift in der Hand, so schlimm ist das nicht.

Wie üblich hat Samsung dem Galaxy Tab S3 einige Software-Features spendiert, die speziell für den Stift optimiert sind. So gibt es die Samsung Notes App, in der man handschriftliche Notizen oder Zeichnungen hinterlegen kann. Außerdem sind wie bei den Galaxy Note Smartphones die sogenannten Air Commands integriert. Dabei handelt es sich um Shotcuts mit speziellen Funktionen für den Stift.

Besonders spannend ist ein Feature, das einem erlaubt bei ausgeschaltetem Tablet direkt auf dem Display zu schreiben. Wenn man das Display mit dem Stylus berührt und den Knopf des Stiftes drückt, kann man direkt anfangen eine Notiz zu erstellen, die dann in der Samsung Notes App gespeichert wird – ohne das Tablet vorher entsperren zu müssen. Dadurch kann man sehr schnell eine Notiz anfangen.

Vorläufiges Fazit

Samsung Galaxy Tab S3 Unboxing

Meinem ersten Eindruck nach ist das Samsung Galaxy Tab S3 ein sehr gutes Tablet. Das Super AMOLED-Display ist ausgezeichnet, wir bekommen ziemlich aktuelle und flotte Hardware, sowie einen verbesserten S-Pen Stylus. Ich muss noch weitere Tests machen, doch soweit ich bisher sehen kann, wird es zu den in diesem Jahr besten Android-Tablets gehören.

Der einzige Nachteil des Galaxy Tab S3 ist in meinen Augen der Preis. Ich halte 679 Euro für ziemlich teuer. Klar, auch ein iPad Pro ist nicht günstig und für ein Premium-Gerät mit S-Pen möchte Samsung bisschen mehr verlangen. Wer jedoch ein paar Abstriche machen kann (kein S-Pen, ggf. etwas schwächere Performance) bekommt mit dem ASUS ZenPad 3S 10 (Test) und Huawei MediaPad M3 (Test) zwei sehr hochwertige und gute Tablets, die deutlich preiswerter sind.

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